An unserer Elternbeiratssitzung, am 19.02.2020, hat der Elternbeirat den Gedanken: „Fasten mit Kindern“ thematisiert. Als Beispiel wurde das „Spielzeugfasten“ eingebracht. Wir haben die Anregung sehr gerne aufgegriffen und dem Team und dem Kinderbeirat vorgestellt. Einstimmig haben wir uns dazu entschlossen, auch in unserer Katholischen Kindertagesstätte zu fasten.
In der Woche vom 30. März bis zum 3. April 2020 haben wir uns folgende Fastenaufgaben gestellt:

Bausteinefasten im Bauzimmer (Auf Wunsch der Kinder bleiben die Kapplabausteine im Raum aber alle anderen Bauutensilien werden weggeräumt) Dafür werden zusätzlich Materialien bespielt, die wir im Freien suchen, wie z. B. Äste und Steine… Des Weiteren sammeln wir zum „großen Bauen“ Schuhkartons.
Papierfasten im Atelier. Wir verbrauchen zu viel Material und Papier in unserem Atelier. Auch hier möchten wir uns besinnen und sparen. Wir malen und basteln mit alten Zeitungen.
Lärmfasten im Speiseraum. Beim Mittagessen ist es uns manchmal zu laut. Wir möchten eine Woche, während der Essensausgabe, nur flüstern und das Leise sein genießen.

Am Freitag, den 27.03.2020, wird das Thema – Fastenzeit – nochmal mit allen Kindern in der Großgruppe besprochen.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit der Besinnung und sind gespannt welche Erfahrungen wir damit machen. In einer Kinderversammlung am 07.04.2020 werden wir unsere Erfahrungen zusammentragen und in Aushängen festhalten.

Was bedeutet eigentlich „Fasten“ ?
An Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Sie geht bis zum Gründonnerstag an Ostern. Der richtige Name der Fastenzeit ist die „österliche Bußzeit“. Das Wort „Buße“ hat etwas mit „besser“ zu tun: Denn in der Fastenzeit wollen wir besonders gut für Gott sein. Fasten hat deshalb auch etwas damit zu tun, Sachen erstmal nicht mehr zu machen, die nicht unbedingt gut für einen sind: Schokolade essen, Auto fahren, lange fernsehen…Das Wort „fasten“ kommt von einem althochdeutschen Wort, das bedeutet, dass man auf etwas verzichtet. Wenn wir uns nicht mehr von so vielen Dingen ablenken lassen – wie vom Handy, der Spielkonsole oder dem Fernseher – können wir uns viel besser auf Gott, aber auch auf andere Menschen konzentrieren. Denn besonders in dieser Zeit möchten wir an die Menschen denken, die es nicht so gut haben.
Christen sind nicht die einzigen, die fasten. In allen Religionen gibt es Fastenzeiten – sie beginnen aber an unterschiedlichen Tagen und dauern nicht immer gleich lange. Im Islam zum Beispiel wird im Fastenmonat „Ramadan“ tagsüber nichts getrunken und gegessen. Die Fastenzeit hat kein festes Datum, weil auch Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum ist. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond und fällt auf einen Tag zwischen dem 21. März und dem 25. April. Von dort aus rechnet man sechs Wochen nach vorne im Kalender bis zum Aschermittwoch, der der Beginn der Fastenzeit ist. An Karfreitag und Karsamstag fasten wir auch noch, weil wir dann an den Tod Jesu denken – sie zählen aber nicht mehr zur Fastenzeit.